Nachdem sich Botulinumtoxin in der Behandlung neurologischer Erkrankungen etablieren konnte, wird diese Substanz heute immer häufiger auch zur Glättung von Falten im Gesichtsbereich eingesetzt. Das Wirkprinzip dieser Substanz beruht auf einer Hemmung der Erregungsübertragung an acetylcholinhaltigen Synapsen, d.h. es kommt zu einer Lähmung entsprechender Muskeln. Ein weiterer Indikationsbereich ist die Hyperhidrose (vermehrte Schweißneigung), bei der ebenfalls durch acetylcholinhaltige Synapsen die Erregungsübertragung erfolgt. Die Wirkdauer der Behandlung beträgt etwa 6 Monate. Es gibt Hinweise darauf, dass eine bestehende Migräne durch eine Botoxbehandlung günstig beeinflusst wird. Eine Validierung dieser Behandlungsindikation ist bisher allerdings nicht erfolgt. „Botox-Partys” müssen als unseriöse „Verkaufsstrategien” abgelehnt werden, nicht zuletzt weil auch eine Botox-Unterspritzung einen ernstzunehmenden medizinischen Eingriff darstellt.