Bei einer Schwangerschaft wird die Bauchdeckenhaut durch die Schwangerschaftshormone gelockert und gedehnt. Deswegen kann die Rückbildungsgymnastik den Bauch oft nicht in die Form vor der Geburt bringen. In diesen Fällen führen auch eine Diät oder sportliches Training der Bauchwand nicht mehr zu einer ästhetischen Restitution. Hier kann die plastische Chirurgie Abhilfe schaffen. Die Straffung der Bauchdecke verhilft zu einer schlanken Silhouette und zu mehr Wohlbefinden.

Bei einer Bauchdeckenstraffung wird die Haut von dem darunter liegenden Gewebe vorsichtig gelöst, anschließend nach unten gestrafft und die überschüssige Haut gekürzt.
Zur Schaffung einer wohlgeformten Taille kann die Bauchdeckenstraffung mit einer Faszienstraffung kombiniert werden. „Ziel ist es, die eigentliche Aufgabe der Faszie wiederherzustellen, nämlich dem Muskel die nötige Festigkeit und Form wieder zu geben”, so Dr. Wagner. „Die geschwächte Faszie wird dazu mit einer Naht gestrafft und somit eine Straffung der Bauchwand erreicht. Die aufgelockerte Faszienhülle wird durch die Vernähung wieder fest gezurrt und kann die Funktion der körpereigenen Korsage wieder aufnehmen.” Das Ergebnis: ein attraktiver, schön geformter und flacher Bauch.
Bei der Bauchdeckenstraffung kann der Narbenverlauf an der Schamhaargrenze variabel geplant werden, sodass er unter entsprechenden Bekleidungsstücken (z.B. Bikini) verborgen werden kann. Der Nabel wird abschließend neu positioniert und in die Bauchwand eingenäht.
Ist nur die Haut des Unterbauches betroffen oder ist nicht genügend Hautüberschuss im Oberbauch vorhanden, um eine Standard-Abdominoplastik (Bauchstraffung) vorzunehmen, so empfiehlt sich eine untere Bauchdeckenstraffung.
Die Operation erfolgt unter Vollnarkose und dauert ein bis drei Stunden. Je nach Ausmaß des Eingriffs sollte der Patient danach ein bis drei Tage in der Klinik bleiben. Für einige Wochen muss ein Mieder getragen, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erhalten.

Für Frauen, die weitere Schwangerschaften planen, ist es sinnvoll mit einer Bauchdeckenstraffung bis nach den Geburten zu warten, da sich der Bauch während der Schwangerschaft noch einmal dehnt.

Eine Bauchdeckenstraffung sollte frühestens sechs Monate nach der Entbindung durchgeführt werden. Außerdem sollten die Frauen nach dem Abstillen einige Monate warten, bis sich der Hormonhaushalt wieder stabilisiert hat.