Immer mehr Männer nehmen ihren Körper nicht mehr nur als gegeben hin. Wenn der erste Bauchansatz kommt, der Kopf kahler wird, wenn der berufliche Erfolg wächst und damit einhergehend müde Augen, Tränensäcke oder Gewichtszunahme sichtbar werden,  entscheidet sich auch das männliche Geschlecht immer öfter für einen Gang zum Schönheitschirurgen. Ganz neu ist dieser Trend nicht. Neu ist, dass Männer keine Scheu mehr haben, sich offen dazu zu bekennen.

Die Gründe für einen Eingriff sind nicht selten beruflich bedingt. Gerade bei jenen, die im ständigen Kontakt mit anderen Menschen stehen, bekommt das äußere Erscheinungsbild eine wichtige Bedeutung. Dazu zählt nicht nur ein guter Duft, eine gepflegte Erscheinung und angemessene Kleidung, sondern auch ein frisches, attraktives und dynamisches Aussehen. Mit einer äußeren Zufriedenheit und damit einhergehend einem gut ausgeprägten Selbstbewusstsein verspricht man sich ein erfolgreiches Auftreten im Job. Lidkorrektur, Nasenkorrektur, das Fettabsaugen am Bauch, aber auch die Faltenbehandlung zählen dabei zu den beliebtesten ästhetischen Eingriffen.

Dr. Matthias Wagner, Facharzt für Chirurgie und Plastische Chirurgie und Leiter der Münchner Klinik für ästhetische Chirurgie, bestätigt diesen Trend. „Oft lockt der schnelle Weg. Keine langen Diäten, kein Sport nach einem langen Arbeitstag – der Waschbrettbauch soll schnell erreicht werden, strahlende Augen sofort sichtbar sein und Falten schnell behandelt.” Dr. Wagner plädiert jedoch für eine Schönheitschirurgie mit Augenmaß. „Ästhetische Chirurgie ist als Instrument zur Problemlösung nicht geeignet, auch wenn der  Zeitgeist dies manchmal unterstellt. Die Psyche kann dadurch nicht behandelt werden. Allerdings – und das ist schon eine ganze Menge – kann die ästhetische Chirurgie durch eine gelungene Operation dem Patienten die Selbstsicherheit geben, mit der fast immer eine Verbesserung an Lebensqualität, beruflichem Erfolg und sozialer Akzeptanz verbunden ist,” so Dr. Wagner.

In seiner Klinik für ästhetische Chirurgie in München berät er deshalb seine Patienten schon im Vorfeld sehr eingehend. „Die richtige Indikation und ein realistischer Erwartungshorizont von Seiten des Patienten, der durch ein  ausführliches Aufklärungsgespräch entsprechend vorbereitet werden muss, sind die unabdingbaren Voraussetzungen für das Gelingen eines Eingriffs,” fasst Dr. Wagner zusammen.