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Lidlifting beim Mann

2004-02-01 16:01





Lidlifting beim Mann
Obwohl Manfred Ritter sich aus beruflichen Gründen mit der Schönheit beschäftigt - er besitzt eine Schule für Permanent Make-up in Kulmbach und stellt auch eine eigene Make-up Serie her -, konnte er sich nie vorstellen, an sich selbst etwas verändern zu lassen. "Schönheitsoperationen waren für mich ein Thema wie aus einer anderen Welt", erzählt er. Erst als seine Frau Gisela sich intensiv über ein Augenliftung informierte und nach einem geeigneten Arzt suchte, kam zu Hause immer öfter das Gespräch darauf. Herr Ritter hörte aufmerksam zu. Irgendwann hat ihm dann jemand gesagt, er sollte doch auch etwas gegen seine Tränensäcke tun. "Ab da habe ich mich auf Fotos und im Spiegel ganz anders angeschaut und musste feststellen, es stimmt", erinnert er sich. Das Zauberwort für ihn war jedoch: "Ohne die Tränensäcke und die hängenden Oberlider siehst du garantiert zehn Jahre jünger aus."

Ritter beim Lidlifting Todesmutig sitzt Manfred Ritter am 10. Februar 2004 schließlich im Wartezimmer von Dr. Matthias Wagner in München. Er ist fest entschlossen: Hängelider und Tränensäcke müssen weg.

Dr. Wagner erklärt den Eingriff: "Bei einer Oberlidstraffung wird in der Regel der vorhandene Hautüberschuss sowie ein Streifen aus der Muskulatur entfernt. Orbitale Fetthernien, die vornehmlich über dem inneren Augenwinkel in Erscheinung treten, werden herausgenommen. Am Unterlid wird ebenfalls eine Haut-, Weichteil- und Muskelresektion durchgeführt. Die orbitalen Fettpolster, die hier die Tränensäcke verursachen, werden ebenso reduziert. Die orbitale Muskulatur wird gegebenenfalls gestrafft."

Mit Filzstift und Lineal


Um 13 Uhr geht es in den Operationssaal, wo von zwei Schwestern die Vorbereitungen getroffen werden. Circa 2 Stunden hat Dr. Wagner für den Eingriff eingeplant. Bevor er das Skalpell ansetzt, markiert er mit einem Filzstift ganz genau den zu entfernenden Hautüberschuss an jedem Auge. Jeweils 1,7 Zentimeter zeigt das Lineal bei Manfred Ritter an den Oberlidern. Dann infiltriert der Arzt im Oberlid mit einer Spritze die Lokalanästhesielösung mit Adrenalinzusatz. Um 13.30 Uhr wird der erste Schnitt am rechten Oberlid gesetzt. Rund zehn Minuten dauert es, bis die überschüssige Haut, ein Muskelstreifen und die Fettkompartments entfernt sind. Auch beim zweiten Auge verläuft alles nach Plan. Der Patient spürt nichts davon, hat keine Schmerzen.

An den Unterlidern verläuft der Schnitt 1-2 Millimeter unterhalb des Lidrands auf der leicht verschiebbaren Haut, ohne die Wimpern zu verletzen. Nur drei Millimeter Haut müssen entfernt werden. Am Unterlid darf der Arzt keinesfalls zuviel wegschneiden, sonst hängt das Auge später unschön. Wie am Oberlid wird auch hier das Septum orbitale, eine hauchdünne Membran, unter der das Fett in Form einer Kette liegt, mit der Chirurgen-Schere geöffnet und entnommen. "Auch am Unterlid muss ich einen Teil von dem Muskel entfernen, sonst ist es hinterher nicht schön straff", erklärt Dr. Wagner.

Der innere Wundverschluss an den Ober- und Unterlidern erfolgt in der Haut mit einem fortlaufenden, extrem dünnen Faden. Die äußeren Fäden müssen vom Arzt nach vier bis sechs Tagen gezogen werden, da sie relativ schnell einwachsen. Bis dahin bleiben sie von einem sterilen Pflaster bedeckt.

Immer schön kühlen


Um 15.45 Uhr hat Manfred Ritter alles überstanden. Sein nüchterner Magen meldet sich, ihm ist leicht übel. Doch nebenan im Patientenzimmer in weiche Kissen gebettet mit kühlenden Kochsalzkompressen auf den Augen erholt er sich schnell wieder. Bereits zwei Stunden später ist er auf der Heimfahrt nach Kulmbach. Das Steuer überlässt er allerdings lieber seiner Frau, während er auf dem Rücksitz weiterhin Kühlkompressen auflegt. Gerade in den ersten 24 Stunden nach der Operationen ist dies besonders wichtig, damit sich Schwellungen und Blutergüsse in Grenzen halten. Dennoch kommt es bei Herrn Ritter in den nächsten Tagen zu stärkeren Verfärbungen. Unangenehm, doch kein Grund zur Besorgnis. Eine dunkle Brille schützt ihn vor allzu neugierigen Blicken. "Was mich besonders überrascht hat, war, dass ich keinerlei Wundschmerz hatte. Noch nicht mal direkt nach der Operation, nachdem die Betäubung nachgelassen hatte", freut sich der Patient. Am fünften Tag geht es wieder nach München zum Entfernen des Nahtmaterials. Trotz der "Veilchen" sieht man bereits, wie schön und offen die "neuen" Augen sind.

Vorher Nachher Lidlifting

Vier Wochen später sind die Oberlider längst perfekt, nur am Unterlid zeigen sich immer noch leichte Schwellungen - besonders in den Morgenstunden. "So etwas ist nicht vorhersehbar und auch individuell verschieden, abhängig von der Regeneration der Gefäß- und Lymphbahnen", erklärt Dr. Wagner. "Wer eine vermehrte Schwellungsneigung wie Herr Ritter besitzt, bei dem können Restschwellungen unter Umständen bis zu zwei Monaten anhalten." Am Endergebnis verändert sich dadurch nichts. Der Patient ist rundum zufrieden: "Besonderen Zuspruch höre ich von den Frauen in unserem Freundeskreis. Sie finden es klasse, dass ich als Mann so etwas gemacht habe."

Quelle: Beauty & Aesthetics 2/2004

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