Operation von Krampfadern (Crossektomie, Stripping, Entfernung von Seitenästen)

Fachbegriff:Varizenoperation
Anästhesie:Vollnarkose
Dauer:1-2 Stunden
Nachbehandlung:Kompressions-strumpfbehandlung für 4-6 Wochen, Wundkontrollen, Entfernung Nahtmaterial
Klinikaufenthalt:1-2 Tage
Arbeitsfähig:nach 1 Woche
Sport:nach 4-6 Wochen

Krampfadern sind sehr häufig vorkommende Veränderungen am oberflächlichen Venensystem der Beine, die bei etwa 25 % aller Personen über 40 Jahren auftreten. Durch das venöse System wird das Blut zurück zum Herzen transportiert. Die Venen sind mit Klappen ausgestattet, die verhindern, dass das Blut durch die Schwerkraft nach unten fließt. Infolge einer Schlussunfähigkeit der Venenklappen kommt es zu einem Rückstrom (Reflux) des Blutes in die Venen. Durch die resultierende Druckerhöhung im Venensystem entwickelt sich meistens eine Progredienz der Erkrankung. Ausgehend von den Mündungsklappen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem schreitet die Erkrankung fußwärts fort. Es kann sowohl die „Vena saphena magna“, als auch die „Vena saphena parva“ betroffen sein. Zusätzlich gibt es direkte Verbindungen am Ober- und Unterschenkel zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem, sog. „Perforranten“, die ebenfalls häufig mitbeteiligt sind.

Krankheitsbegünstigende Faktoren für Krampfadern sind familiäre Veranlagung, vorwiegend stehende Tätigkeit, Bewegungsmangel, Übergewicht, Schwangerschaft und fortgeschrittenes Alter. Symptome zeigen sich in Form von oberflächlich sichtbar in Erscheinung tretenden Venenkonvoluten, Schwellungsneigung, Schmerzen und nächtlichen Krämpfen, einem Schweregefühl in den Beinen sowie bei Fortschreiten der Erkrankung im Auftreten von Entzündungen und Geschwüren.
Neben konservativen adjuvanten Behandlungsmaßnahmen (Kompressionsstrümpfe, medikamentöse Therapie) stellt die operative Behandlung der Krampfadern oftmals die einzige Möglichkeit eines kausalen Therapiekonzeptes dar.

Das klassische Operationsverfahren beinhaltet die Unterbindung der Venen, die in das tiefe Venensystem münden (Crossektomie, Unterbindung der Perforansvenen), die Entfernung der geschädigten Stammvene (Stripping), sowie das Herausnehmen der Seitenastkonvolute. Letzteres wird mit kleinsten Inzisionen mikrochirurgisch durchgeführt, was ästhetisch nur eine minimale Narbenbildung verursacht. In jedem einzelnen Fall von Krampfadern wird ein stadiengerechtes Behandlungsregime festgelegt. „Retikuläre Varizen“ und „Besenreiser“ werden mithilfe von Sklerosierungsverfahren beseitigt. Auch wenn bei diesen Formen ästhetische Aspekte im Vordergrund stehen, kann ihr Auftreten ein Hinweis auf Störungen weiterer Abschnitte des Beinvenensystems sein.

Vor der Operation von Krampfadern wird eine Duplexsonographie oder Ultraschalldopplersonographie durchgeführt. Nur in Ausnahmefällen erfolgt ergänzend eine Röntgenkontrastmitteluntersuchung (Phlebographie). Der Eingriff wird bei uns in der Münchner Klinik für ästhetische Chirurgie in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Die Entfernung kleinerer Seitenäste kann problemlos auch in Lokalanästhesie operiert werden. Postoperativ ist das Tragen eines speziellen Kompressionsstrumpfes für 4 Wochen erforderlich. Eine Antithromboseprophylaxe mit Heparin ist für einige Tage ebenfalls notwendig.

Wir empfehlen einen stationären Aufenthalt von 1-2 Tagen.

Außer in München führen wir Beratungen auch in Regensburg durch.

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